Estland Digital vorn – Virtuelle Firmen und Büros

Smartcard Ausweis 1998

Smartcard Ausweis 1998

Wer keine Visionen hat, sollte nicht in die Politik, sondern zum Arzt gehen.“

Obwohl in Deutschland seit 20 Jahren in Deutschland entwickelte Hardware und Software für den Aufbau einer digitalen Verwaltung zur Verfügung steht, haben  es unsere digital naiven Politiker nicht geschafft, eine moderne Infrastruktur für die Verwaltung auf allen Ebenen einzuführen. Man trifft lieber auf dem Nationalen IT-Gipfel und gibt immer wieder neue Ziele aus, die nie erreicht werden.

Estland hat es da ganz anders gemacht. Früh haben die Politiker erkannt, daß das wichtigste Kapital im Land die Köpfe der Bürger sind, die im zur Zeit einzigen globalen Wachstumsfeld IT tätig sind. Dafür braucht man leistungsfähige Netzwerke damit die schlauen Köpfe im Land global ihre IT Services anbieten können. Estland hat ein leistungsfähiges Glasfaser Backbone Netzwerk aufgebaut und  auch bereits 34 % der Breitbandanschlüsse über Glasfaser angeschlossen. Deutschland liegt da mit 1.5 % ziemlich abgeschlagen am Ende.  Auf Wunsch können Private /Kleine Firmen Anschlüsse mit 10 Gbit/s erhalten und damit IT Services weltweit anbieten.

Estland bietet nun allen Ausländern an, virtuelle Firmen in Estland zu eröffnen. Dabei wird die Bürger ID-Karte für die Identifikation verwendet. Die meisten Verwaltungsvorgänge kann man in Estland Online erledigen. Die IT der  Verwaltung arbeitet unglaublich billig(50 Millionen €/Jahr) . Der deutsche Personalausweis hat auch ein Chip und die notwendigen Funktionen. Allerdings gibt es bis heute keine vernünftigen Anwendungen dafür.  Bezeichnend für deutschen Hochmut und Technologieverzagtheit ist ein Bericht der Konrad Adenauer Stiftung von 2001: Das Märchen vom Shootingstar in der IT-Industrie  Zitat: „Früher begannen Märchen mit dem Satz: Es war einmal, heute dagegen beginnen Märchen mit dem Satz: Es wird einmal …vor allem, wenn sie in Estland spielen.“ Richtig – die Konrad Adenauer Stiftung ist der Think Thank der CDU. Schon Martin Luther hat die Grundhaltung der Deutschen kommentiert „Aus einem verzagten ….“ Bei unseren Politikern gilt auch heute noch die Helmut Schmidt Doktrin „Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen„. Richtig müßte es heute heißen „Wer keine Visionen hat, sollte nicht in die Politik, sondern zum Arzt gehen„.

IT macht auch offensichtlich auch die Bürger schlau. 46,7 % haben 2014 liberal gewählt, die IT Industrie ist innovativ (z.B. Skype) und boomt. Zudem haben die Esten eine wunderschöne Ostseeküste. Vielleicht sollten unsere Bundestagsabgeordneten einmal nach Estland reisen anstatt in die Türkei – dort kann man wenig vernünftiges lernen!

 

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